Samenspende

Spender der Erlanger Samenbank

 Die Erlanger Samenbank sucht vertrauenswürdige junge Männer als Samenspender, die mit ihrer Samenspende ungewollt kinderlose Paare dabei unterstützen, ihren Traum von einem Wunschkind zu erfüllen.

Bevor Sie Samenspender werden, sollten Sie jedoch Ihre Beweggründe reflektieren und sich mit den Hintergründen, dem Ablauf und den Voraussetzungen für eine Samenspende auseinandersetzen. Auf den folgenden Seiten finden Sie alle wichtigen Informationen, wie auch die Vergütung einer Samenspende, transparent aufbereitet. Lassen Sie sich mit Ihrer Entscheidung Zeit. Eine Aufnahme in unsere Spenderkartei geschieht nicht nebenbei. Über Ihre wohlüberlegte Bewerbung zum Samenspenden freuen wir uns umso mehr.

Hintergründe einer Samenspende

Jedes siebte Paar in Deutschland lebt mit einem unerfüllten Kinderwunsch. Durch eine Samenspende können Sie einem Paar dabei helfen eine Familie zu gründen.
Dabei sollte Ihnen aber bewusst sein, dass mit Ihrer Spende zugleich ein Verzicht besteht. Denn es besteht die Möglichkeit, dass Sie auf dem Wege der künstlichen Befruchtung Nachkommen zeugen, deren Identität Sie aus eigenem Wunsch später nicht erfahren können. Allerdings informieren wir Sie gerne über die Anzahl und das Geschlecht der mit Ihrer Spende gezeugten Kinder.

Bei einer Insemination sollten vorrangig soziale Aspekte als Beweggründe im Vordergrund stehen. Ein finanzieller Anreiz wird Samenspendern bewusst nicht geboten.

Vergütung der Samenspende

Die Samenspende ist eine soziale, freiwillige Leistung, die nicht bezahlt wird. Wie bei der Blutspende steht auch dabei die gute Tat im Vordergrund. Deshalb bekommen Spender für eine Samenspende keine Vergütung. Es wird lediglich eine Aufwandsentschädigung als finanzielle Gegenleistung für die aufgewendete Zeit entrichtet. Die Höhe der Entschädigung ist mit Bedacht so gewählt, dass Sie einen angemessenen Ausgleich erhalten, ohne dass ein alleiniger finanzieller Anreiz entsteht.

Die Erlanger Samenbank zahlt Spendern pro Abgabe einer geeigneten Samenprobe eine Pauschale von 130 € aus. Dabei werden 50 € zeitnah ausgezahlt, weitere 80 € folgen als Sammelzahlung am Ende des Spendenzyklus nach Abgabe der letzten Samenprobe bei unauffälligen Blutwerten. Bei einem Spendenzyklus von sechs Abgaben werden Samenspender also mit 780 € von der Erlanger Samenbank entschädigt, wenn die Verwertbarkeit ausnahmslos gegeben ist. Je nach Bedarf und Blutgruppe können weitere Zyklen im Anschluss vorgenommen werden.

Voraussetzungen einer Samenspende

Die Erlanger Samenbank setzt die Gesundheit aller an einer Samenspende beteiligten Parteien an erster Stelle. Samenspender müssen daher hohen Anforderungen – physisch, psychisch und sozial – gerecht werden.

Für die Samenspende selbst benötigen wir eine überdurchschnittlich hohe Anzahl fruchtbarer Spermien, denn Proben werden eingefroren, gelagert, aufgetaut und wichtigen Tests unterzogen. Dabei spielen Erbgut, Gesundheit, Lebensweise, Ernährung und sogar die Tagesform eine wichtige Rolle für die Qualität der Samenspendeproben. Die Zahl der befruchtungsfähigen Spermien verringert sich vor allem nach dem Auftauen unterschiedlich stark. Daher ist nicht jeder gesunde und auf natürlichem Weg zeugungsfähige Mann auch für die Samenspende geeignet. Neben der Samenqualität gibt es noch andere wichtige Voraussetzungen für eine Samenspende. Unsere Ärzte machen sich ein Bild von der Persönlichkeit und charakterlichen Reife der Spenderkandidaten. Außerdem erfolgt eine körperliche Untersuchung, um mögliche Erkrankungen der Geschlechtsorgane auszuschließen.

Sollten Sie von uns als Spender abgelehnt werden, so bedeutet dies in der Regel nicht, dass die natürliche Zeugungsfähigkeit eingeschränkt ist. Insgesamt ist nur einer von sieben Bewerbern als Samenspender für eine Insemination geeignet. Ungeachtet des Ergebnisses: Ihre Spendebereitschaft ist wertvoll an sich.

Sollten wir Sie als Spender der Erlanger Samenbank auswählen, dürfen Sie nicht bei einer weiteren Samenbank als Spender registriert sein.

Alle Voraussetzungen im Überblick
Um Samenspender zu werden dürfen Sie an keinen ansteckenden Krankheiten leiden (z.B. HIV, Gelbsucht, Clamydien, Syphilis, Gonorrhö oder Cytomegalie) oder dauerhaft auf Medikamente angewiesen sein. Bei nahen Verwandten dürfen keine Erkrankungen mit einer vererblichen Komponente vorgekommen sein (z.B. schwere Allergien, familiäre Störungen des Fettstoffwechsels, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Angeborene Nierenerkrankungen mit Zystenbildung, Krampfanfälle/Epilepsien, Zuckerkrankheit/Diabetes mit erstem Auftreten schon im Kindes- oder Jugendalter, Schweres Asthma, Rheuma, Schuppenflechte/Psoriasis, Angeborene Herzfehler, Psychische Erkrankungen, Psychosen, Hoher Blutdruck mit Auftreten schon im Kindes- oder Jugendalter).
Ein gesunder Lebensstil ist eine wichtige Voraussetzung, wenn es um die Verantwortung gegenüber Kindern geht, die gesund aufwachsen sollen. So sind z.B. Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, mit Drogenkonsum, starker Nikotin- oder Alkoholsucht von der Samenspende ausgeschlossen.
Welcher Typ Sie sind ist zunächst kein Kriterium für eine Bewerbung als Samenspender. Wichtig ist nur, dass Sie keine körperlichen Leiden und Beeinträchtigungen haben.
Nur Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahre können Spender werden. Mit zunehmenden Lebensalter steigt das Risiko der Zeugung von Kindern mit auffälligem Erbgut.
Sie sollten idealer Weise in der Umgebung von Erlangen wohnen, um Besuche ohne größeren Fahraufwand zu ermöglichen. Denn für mindestens zwei Monate sollten Sie in sieben- bis 14-tägigem Abstand nach Erlangen kommen können, um Spermien abzugeben.
Wenn Sie einen Blutgruppenausweis besitzen erleichtern Sie uns das Auswahlverfahren. Voraussetzung ist dies aber nicht. Bei einer Eignung als Samenspender können wir Ihre Blutgruppe bestimmen.